Gruselspaß-Filmwerkstatt


In der ersten Herbstferienwoche drehte sich alles um die Produktion zweier Gruselfilme. Was ist überhaupt gruselig und wie erzeugt man Spannung im Film? Diesen Fragen gingen die Teilnehmer/innen auf den Grund!

"Ich finde es gruselig, wenn man quasi die Sicht des Hauptdarstellers hat. Wenn es zum Beispiel schon ziemlich dunkel ist und man als Zuschauer weiß, da passiert jetzt bestimmt gleich was." "Es muss ein Überraschungseffekt sein. Etwsa passieren, das man nicht erwartet hat. Dann erschrickt man sich am Meisten." Zu Beginn des Workshops, der vom 07. - 11. Oktober 2013 im Rahmen von BASF Teens on Tour bei uns im Haus der Medienbildung stattgefunden hat, tauschten sich die Teilnehmer/innen über Filmszenen aus, die Spannung und auch Grusel erzeugen. Doch was sich so logisch und einfach anhört und in Filmszenen anschauen lässt, ist gar nicht so einfach selbst umzusetzen! In zwei Kleingruppen stellten sich die Teilnehmer/innen dieser Herausforderung dennoch und meisterten auch einige technischen Pannen während der Produktionswoche. Das wohl Schwierigste war das Ausdenken der Story an sich. Hier musste Kompromissbereitschaft, Ausdauer und Geduld an den Tag gelegt werden. Denn was die einen gruselig oder witzig finden, löst bei den anderen nur ein müdes Schulterzucken aus. Doch genau daraum geht es: Unterschiedliche Vorstellungen zusammen bringen, sich austauschen und voneinander lernen. Und das gelang auch. Am Ende standen sie, die beiden Drehbücher. Nachdem auch Drehorte, Requsiten und Kostüme festgelegt und die Rollen verteilt waren, konnte es an die eigentliche Produktion gehen.

Beiden Filmen gemein ist das Thema "Mobbing". Es stellt zwar nicht den Schwerpunkt der Geschichten und wird jeweils nur sehr kurz angeschnitten,  ist aber der Grund für die grausamen Taten der jeweiligen "Bösewichte". Die Gruppen inszenierten ihre Filme den Themen entsprechend. So verirren sich im einen Film zwei Mädchen in einem Bunker, was ihnen und auch fast dem gesamten Sondereinsatzkommando zum Verhängnis wird. Im zweiten Film dagegen eröffnet sich der Schrecken erst Stück für Stück, denn ein Mädchen muss mit Wahnvorstellungen kämpfen.

Vom Drehbuch über den Dreh bis hin zum Schnitt und sogar der Produktion eigener Filmmusik haben die Teilnehmer/innen alles selbst gemacht. Sie waren mit viel Motivation und Engagement dabei. So ging auch unter Zeitdruck der Spaß nicht verloren und am Ende konnten alle gemeinsam stolz ihre Filme präsentieren.

 

von Fabian und Katja